Wabi-Kusa nicht einfach nur eine schlichte Pflanzvase.

Wabi-Kusa
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Wabi-Kusa

 
Schon mal was von einem Wabi-Kusa gehört? Nein? Dann gibt es hier jetzt die Gelegenheit, etwas über den im Kontext der Aquaristik stehenden Wabi-Kusas in Erfahrung zu bringen. Denn eines ist sicher, der Wabi-Kusas Trend hält in Europa nach wie vor an!
 
Das Wort "Wabi-Kusa" ist etymologisch gesichert japanischer Abstammung und läßt sich auf deutsch mit "hübsches Gras" oder "schöne Graslandschaft" übersetzen.
 
Um zu verstehen, welche Bedeutung Wabi-Kusas heute besitzen, sollte man sich die soziokulturelle Evolution und historische Verbreitung mal ein bisschen genauer betrachten. Denn der erste Irrtum in der Populärkultur ist die Annahme, dass der gesamte Bereich der Phytologie gerade im privaten Bereich unsagbar alt ist. Als historisch gesichert gilt, dass die ersten exotischen Pflanzen im Kolonialismus des 17. Jahrhunderts mit Schiffen nach Europa gebracht wurden. Hier dankend angenommen und bereits im Bürgertum und der Biedermeierepoche zwischen dem Wiener Kongresses und Beginn der bürgerlichen Revolution von 1848 verbreitet, waren Palmen und Farne als Statussymbol sehr beliebt.
 
Doch nicht nur allein die kulturell europäische Entwicklung war verantwortlich dafür, das wir uns heute an einem "Wabi-Kusa" erfreuen können. Wie vom etymologischen Ursprung her vermutet war der asiatische Einfluss, der überliefert wurde, sogar signifikant. Besonders auch für die europäische Aquaristik. So zählt die Han-Dynastie des Kaiserreichs Chinas von 206 v. Chr. bis 220 n. Chr. bereits als jene, die Miniatur-Landschaften gestalteten und sich ästhetisch daran erfreut haben. Aus dieser chinesischen Gartenkunst und den Penjing entwickelten sich in Japan die "Bonsais" heraus und wurden immer beliebter, sodass der Bonsai sich schnell verbreitete.
 
Philosophisch, soziologisch und psychologisch läßt sich das Phänomen eventuell erklären, das der Mensch sich trotz Industrialisierung und Digitalisierung, ein Stückchen Natur, aus der Er hervorgekommen ist, behalten möchte. Halt in einer modifizierten Form, denn egal ob Topf und Zimmerpflanze, Bonsai oder Wabi-Kusa, es handelt sich primär um botanische Züchtungen. Als zweiten Aspekt sei die ästhetische und harmonisierende Wirkung zu nennen, die für den Betrachter eine Art heilenden Nutzwert erfüllt. Ein Grund, warum auch heute im 21. Jahrhundert Naturelemente in privaten Wohnräumen sich großer Beliebtheit erfreuen und ein wachsender Markt zu beobachten ist.
 
Heilende Wirkung? Für eine Studie des National Marine Aquarium der Plymouth University und der University of Exeter haben britische Wissenschaftler und Forscher untersucht, welche Auswirkungen beim Betrachten eines Aquariums bei einem Menschen zu beobachten sind. So waren positive Eigenschaften festzustellen wie absinkende Herzfrequenzen und Blutdruck. Das Ergebnis deckt sich also mit den historischen Überlieferungen und kann daher als empirisch gesichert verstanden werden. Ähnlich verhält es sich bei einem Wabi-Kusa.